Argumentstrukturen in der automatischen Erkennung von Intoleranz und Extremismus

Das Projekt "Argumentstrukturen in der automatischen Erkennung von Intoleranz und Extremismus" untersucht Extremismus, Intoleranz und Echokammern versus Respekt und Dialogkultur im Internet. In Zeiten von sozialen Medien, Fake News, Shitstorms, zunehmender Fragmentierung der Gesellschaft und Corona-Vereinsamung sind diese Themen wichtiger denn je.

Ziel des Projektes ist, Trends in den digitalen Medien zu erkennen, Assoziationen, Einstellungen und Meinungen zu erfassen. Das Projekt soll dazu beitragen, zu verstehen, wo und mit welchen Ausdrucksmitteln Respekt durch Ideologie verdrängt wird und mit welchen Argumenten Diskussionsteilnehmende ihre Meinungen zu religiösen und wichtigen gesellschaftlichen Fragen begründen.

Wir messen und interpretieren diese Grössen mit Inhaltsanalysen, statistischen Methoden der Digital Humanities und künstlicher Intelligenz. Dazu gehören Klassifikation, Topic Modelling, Neuronale Netze, Distributionale Semantik, Konzeptuelle Karten, Argument Mining und Clustering. Wir vergleichen die Resultate unserer textbasierten Methoden mit Umfrageergebnissen.

Ein konstruktiver, offener Dialog, geprägt von Respekt, Toleranz und der Bereitschaft, aufeinander einzugehen, ist ein Grundpfeiler der Demokratie und der Auseinandersetzung mit Sinnfragen. Religiöse und andere Ideologien können diese Werte aushöhlen. Wir planen auch, einen Teil unserer gesammelten Daten in anonymisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.